Wissenswertes

Sensible Tipps für Allergiker

PR – Allergiker haben oft nichts zu lachen. Schniefnase, gerötete Augen, juckende Haut – die Symptome sind lästig. Immerhin etwa 10 Prozent der Menschen in Deutschland sind von Hausstaub(milben‐)allergie betroffen, unter Heuschnupfen leiden rund 16 Prozent (Quelle: DAAB). In beiden Fällen verringern Waschen und Saubermachen die Allergenbelastung.

Bei Kontaktallergien hilft eine konsequente Allergenvermeidung. Führende Dermatologen und Fachleute u. a. des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB), von Behörden und Industrie sind sich einig: Wasch‐ und Reinigungsmittel sind zum einen nur ausgesprochen selten Auslöser von Kontaktallergien; zum anderen tragen Waschen und Reinigen im Haushalt maßgeblich zu einer Verringerung der Allergenbelastung bei.

Hausstauballergie – feuchte Wärme fördert Milbenwachstum

In Innenräumen sind Hausstaubmilben, die Verursacher der Hausstauballergie, überall zu finden, wo Hautschuppen, Haare oder Federn auftreten. Lieblingsplätze sind Matratzen, Kopfkissen oder Bettdecken, vor allem wegen der dort vorherrschenden feuchten Wärme. Allergische Reaktionen erfolgen auf den Milbenkot, mit typischen Allergiesymptomen wie Triefnase, Augenreizung oder Husten. Die Hauptvermehrungszeit der Milben liegt zwischen Mai und Oktober.

Waschen und Wischen lindern Symptome

Linderung können sich Allergiker verschaffen, indem sie Kopfkissen, Decken und Laken täglich ins Freie ausschütteln und am Fenster oder auf dem Balkon lüften, damit Hautschuppen und Feuchtigkeit entweichen können. Zudem sollte die Bettwäsche wöchentlich mit einem bleichmittelhaltigen Voll‐ bzw. Universalwaschpulver bei 60 °C gewaschen werden. Ärzte verordnen auf Nachfrage allergendichte Bezüge für Bettdecke, Kissen und Matratze, sogenannte Encasings. Diese dichten Hüllen sind waschbar bis 60 °C.

Die bei Kindern beliebten Kuscheltiere lassen sich oft nicht bei so hoher Temperatur waschen. Eine Nacht im Gefrierschrank bei minus 18 °C oder, im Winter, bei klirrender Kälte an der frischen Luft, überleben die Milben jedoch nicht. Die anschließende Wäsche bei 30 °C entfernt die Milben und auch deren Kot. Häufig feuchtes Wischen glatter Fußboden bzw. tägliches Absaugen von Teppichböden mit einem Staubsauger mit HEPA‐Filter sowie regelmäßiges Stoß‐ und Querlüften ergänzen die Maßnahmen für Hausstauballergiker.

Pollenallergiker: Wäsche in der Pollenflugsaison nicht im Freien trocknen!

Nicht nur der Aufenthalt im Freien kann für Pollenallergiker in ihrer Pollensaison eine Qual sein. Denn Pollen gelangen auf verschiedene Wege in Innenräume. Zum einen haften die winzig kleinen Pollen an Haaren und Kleidung, zum anderen öffnet ihnen das fürs Raumklima wichtige Lüften Tür und Tor. Dann heißt es, Regale und Möbel regelmäßig mit einem nebelfeuchten Lappen, eventuell mit etwas Allzweckreiniger, abzustauben, und glatte Bodenbeläge häufig feucht zu wischen. Wichtig ist zudem, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, die Kleidung außerhalb des Schlafzimmers auszuziehen und die Wäsche nicht im Freien zu trocknen.

Auslöser von Kontaktallergien

Farb‐ oder Ausrüstungsstoffe von Textilien können Kontaktallergien verursachen. Um Rückstände davon aus der Wäsche zu entfernen, empfiehlt es sich, die Textilstücke vor dem ersten Tragen, beziehungsweise vor der ersten Verwendung, zu waschen. Ein weiteres bekanntes Kontaktallergen ist Nickel. Dieses Metall kann in Textilien in Form von Knöpfen, Reißverschlüssen oder BH‐Verschlüssen vorkommen. Da natürlicher Körperschweiß kontinuierlich Spuren von Nickel aus diesen Metallteilen herauslöst, beseitigt selbst Waschen nicht das Allergen. Wer allergisch auf Nickel reagiert, sollte auf Kleidung achten, die keine nickelhaltigen Metallteile enthält.

Waschmittel richtig Dosieren

Reizungen der Haut durch Waschmittelreste auf Textilien können entstehen, wenn Waschmittel überdosiert und gleichzeitig im Wassersparprogramm gewaschen wird. Daher sollte immer entsprechend der Wasserhärte und dem Verschmutzungsgrad dosiert werden, wie auf der Packung von Waschmitteln angegeben.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Hersteller von Wasch‐ und Reinigungsmitteln in Deutschland entwickeln ihre Rezepturen so, dass Allergien und Sensibilisierungen durch diese Produkte praktisch ausgeschlossen sind. Bestimmte Stoffgruppen, wie beispielsweise Konservierungs‐ oder Duftstoffe, von denen einige ein gewisses Sensibilisierungspotenzial haben, werden nur weit unterhalb von Konzentrationen eingesetzt, die zu einer Sensibilisierung führen könnten.

Damit Menschen, die eine Kontaktallergie durch einen anderen Auslöser entwickelt haben, ihren Allergie auslösenden Stoff konsequent meiden können, finden sie auf den Verpackungen von Wasch‐ und Reinigungsmitteln Informationen:

  1. Sind dem Produkt Konservierungsstoffe oder bestimmte Duftstoffe beigefügt, müssen sie mit ihren INCI‐Bezeichnungen, die auch für Bestandteile kosmetischer Mittel gelten, auf der Verpackung genannt werden.
  2. Die anderen Inhaltsstoffe müssen im Internet auf der Inhaltsstoffliste des Herstellers ebenfalls mit ihren INCI‐Bezeichnungen aufgeführt sein. Die Internetadresse des Herstellers steht immer auf der Verpackung.

Erläuterung wichtiger Begriffe

Sensibilisierung geht allergischen Reaktionen voraus

Auslöser von Überempfindlichkeitsreaktionen des körpereigenen Abwehrsystems sind so genannte Allergene. Beim Erstkontakt mit einem Allergen kommt es zunächst zur Sensibilisierung, sofern die Menge des Allergens hoch genug ist. Die Sensibilisierung verläuft ohne sicht‐ oder spürbare Symptome. Eine allergische Reaktion entwickelt sich erst bei einem weiteren Allergenkontakt, und nur dann, wenn die Menge des Allergens ausreichend hoch ist.

Hautreizungen und Kontaktallergien: Wo liegt der Unterschied?

Die Symptome von Hautreizungen ähneln denen von Kontaktallergien und äußern sich wie diese mit Rötungen oder Juckreiz. Reizungen sind streng auf den Hautbereich begrenzt, der Kontakt mit dem Reiz auslösenden Stoff hatte. Sie entstehen innerhalb kurzer Zeit nach dem Hautkontakt. Im Gegensatz dazu zeigen sich Hautveränderungen in Form von Juckreiz, Knötchen oder entzündlichen Rötungen bei Kontaktallergien erst Stunden bis Tage nach dem Kontakt mit einem Allergen. Die Reaktion ist meistens – jedoch nicht immer – auf den Hautbereich begrenzt, der mit dem Allergen in Berührung kam.

Quelle: IKW

Und, was denkst Du darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.