Garten

Meine neuen Kräutersamen und Gemüsesamen 2018

Eigentlich wollte ich nur meinen Beifuß bestellen und vielleicht den ein oder anderen Samen, damit sich die Versandkosten lohnen. Aber der Beifuß war ausverkauft und ich hatte Frust und dann gab es einfach ein paar zu viele Bohnensamen, Kürbissamen, Tomatensamen und Kräutersamen.

Bestellt habe ich die Samen von Magic Garden Seeds, weil die die einzigen sind – oder fast – die meinen Beifuß haben, den Qing Hao, zu einem „noch erträglichen“ Preis. Da er aber ausverkauft war, kam eben Frustshopping dazu, das zu 18 Samen führte, zu knapp 50 Euro.

Bohnensamen in Hülle und Fülle

Zwar säe ich schon jedes Jahr Bohnen, aber die wollen oft nicht, oder sind halt „normale“ Bohnen. Dieses Mal wollte ich mal schöne Bohnen haben, also alleine schon die Bohnen selbst sehen schon toll aus.

Insgesamt wurden es 5 Bohnensamen, wobei es ein 4er Pack „Exotische Bohnen“ gab. Von oben links: Stangenbohne ‚Borlotto Lingua Di Fuoco, Schlangenbohne, unten links: Adzukibohne, Helmbohne, Limabohne.

Die Borlotto Lingua Di Fuoco sieht als Schote schon so toll aus, und ich hab sie in Bio-Qualität gekauft, satte 0,50 Euro mehr. Sie ist eine alte italienische Gartenbohnen-Sorte und kann für Gemüseeintopf verwendet werden. Sie wird auch nur 60 cm hoch.

Die Schlangenbohne wird auch Spargelbohne oder Meterbohne genannt, wobei der Name wohl Programm ist. Als Gemüse vor allem in China genutzt, stammt sie aus Afrika. Der Name ist übrigens nicht umsonst so, sie ist eine Schlingpflanze, die bis zu 2 Meter hoch werden kann und die Schoten können schon mal bis zu 1 Meter lang werden. Aber wahrscheinlich ist es ihr bei mir eh zu kalt…

Die Adzukibohne wird auch „rote Sojabohne“ genannt und in Japan für Süßspeisen genutzt (muss noch Rezepte googeln). Sie ist ebenfalls eine Schlingpflanze, die bis zu 2 Meter groß werden kann und gilt als „bekömmlicher“ als unsere normale Gartenbohne.

Die Helmbohne stammt wieder aus Afrika und wird auch in Indien angebaut. Sie ist wohl auch eine dekorative Pflanze, weil Blüten und Schoten violett/lila sind. Man kann im gekochten Zustand wohl Schoten und Bohnen essen. Der Geschmack soll kräftig sein. Die Wuchshöhe beträgt zwischen 2-4 Meter.

Die Limabohne stammt aus Südamerika und mag es sehr warm, das Aroma soll dagegen sehr mild sein. Sie ist übrigens auch als Mondbohne bekannt. Sie ist übrigens giftig (hätte ich vorher auch lesen können) und muss unbedingt abgekocht werden sowie das Wasser weggeschüttet werden. Auch sie wird zwischen 2-4 Meter hoch.

Höhentechnisch bekomme ich mit den Bohnen wirklich ein Problem… aber die meisten davon kann man in einen Topf pflanzen, dann sollte die Hauswand den Rest erledigen – hoffe ich…

Nochmal 2 Kürbis-Samen

Während ich das hier schreibe, liegen noch immer Kürbisse rum, die ich noch verzehren muss, vor allem der Hokkaido scheint ein wahrer Lagerkünstler zu sein. Gekauft wurden Kletterkürbis ‚Sweet Dumpling‘ sowie Kürbis ‚Marina di Chioggia‘.

Kräuter Gemüse Samen Kletterkürbis Sweet Dumbling Marina di C

Der Kürbis ‚Marina di Chioggia‚ war definitiv ein Frustkauf. Der Kürbis stammt ursprünglich aus Italien und die Frucht wird bis zu 5kg schwer. Das besondere an ihm ist die grünblaue Färbung der Außenhaut, innen ist er klassisch Orange.

Der Kletterkürbis ‚Sweet Dumpling‚ sah so nett aus mit seinem weiß-grünem Kleid. Er soll nach Esskastanien schmecken und sehr wohlschmeckend sein, ich habe keine Ahnung wie Esskastanien schmecken. Er wird nur 30-50 cm  hoch, aber ich kenne ja die Wuchskünste von Hokkaido und Butternut nur zu gut.

Neue Kräuter braucht der Garten

Kräuter kann man immer kaufen und gerne auch rumexperimentieren. Leider ist es bei mir immer so, dass ich kaufe, aber nicht esse: Ysop, Muskatellersalbei, Herzgespann etc. alles tolle Blumen, und die Bienen lieben sie … ich habe keine Ahnung wie sie schmecken. Dieses Mal gabs (von links oben): Chinesischer Gewürzstrauch, Postelein, Numex Twilight‘ Chili, links unten: Johanniskraut, Gelbes Labkraut.

Kräuter Gemüse Samen Chinesischer Gewürzstrauch, Postelein, Numex Twilight' Chili, Johanniskraut, Gelbes Labkraut.

Der Chinesischer Gewürzstrauch ist mal wieder so ein Experiment. Er ist winterhart und soll auch schön blühen (sehr wichtig). Verwendet werden kann er als Tee oder als Würzmittel. Der Geschmack soll minzig sein mit Noten von Cumin, Zimt, Zitrus.

Postelein ist der Klassiker, leckerer Salat, der auch ein paar kalte Temperaturen aushält und wie der Feldsalat immer wieder geerntet werden kann.

Numex Twilight‘ Chili ist natürlich kein Kraut, aber es passte so schön in die Reihe. Der Ertrag soll sehr hoch sein und da viele Pflanzen am Strauch wachsen ergeben sich „regenbogenfarbene“ Früchte. Sie soll auch mittelscharf sein, aber ehrlich gesagt, gehe ich nicht mehr so danach…

Johanniskraut ist ein wunderschön blühender Strauch, den auch schon in meinem Garten war. Aber ich brauchte Platz und da kam er raus und nun kommt er halt wieder rein. Und vielleicht schaffe ich es auch mal einen Tee daraus zu machen, wenn mich die Krabeltiere lassen.

Gelbes Labkraut stand auf meiner „Must have“-Liste. Eigentlich eine kleine „Wunderpflanze“, so soll der Geruch/Duft Flöhe im Bett vertreiben, wenn es im Bettstroh (Stroh!!!) beigemengt wird, die Blätter kamen in den Salat, geröstete Samen wurden als Kaffeesatz genutzt, aus der Pflanze und den Blüten wurde Labferment gewonnen zur Käseherstellung, mit den Blüten konnte man gelb färben, mit der Wurzel konnte man rot färben und man kann aus dem gewelkten Labkraut eine Bohle herstellen. Ich wollte sie eigentlich nur haben, weil ich mal selbst Frischkäse herstellen wollte – und dies wohl mit dem Labkraut manchmal mehr manchmal weniger funktioniert.

Tomatensamen, die kein Mensch braucht

Doch klar, aber ich habe noch einige alte Samen herumliegen, und ich habe schon erwähnt, dass es ein Frustkauf war.  Gekauft wurden: Polnische Kirschtomate ‚Pokusa‘, Cocktailtomate ‚Yellow Pear‘, Kräftige Fleischtomate ‚Carbon‘, Reisetomate (Solanum lycopersicum), Stabtomate ‚Moneymaker‘ und Fleischtomate ‚Brandywine‘.

Kräuter Gemüse Samen Polnische Kirschtomate 'Pokusa', Cocktailtomate 'Yellow Pear', Kräftige Fleischtomate 'Carbon', Reisetomate (Solanum lycopersicum), Stabtomate 'Moneymaker' und Fleischtomate 'Brandywine'

Pokusa stammt aus Polen und ist eine Kirschtomate, die ein intensives Aroma haben soll.

Yellow Pear ist eine gelbe Cocktailtomate, die birnenförmig wächst. Man soll sie am Spalier ziehen, da die Früchte zu viel werden können für die armen Ästchen.

Carbon soll sehr ertragreich sein, mit dunklen lilafarbenen Früchten. Der Geschmack soll toll und intensiv sein und die Pflanze sehr ertragreich.

Die Reisetomate ist wohl schon langsam aber sicher ein Klassiker. Sie stammt aus Mittelamerika, von den Indianern. Sie soll einzeln abgetrennte Fruchtkammern, die man abbrechen kann, ohne dass der Saft davon läuft. Deswegen auch sehr gerne auf Reisen genutzt.

Moneymaker ist eine alte englische Sorte, die zudem früh ist. Sie soll einen aromatischen Geschmack haben und sie soll ertragreich sein.

Brandywine ist eine Fleischtomate, die amerikanische Fleischtomate und soll wohl eine Züchtung der Amish People sein. Die Früchte sollen zwischen 300-600 Gramm wiegen und ideal für Burger & Co. sein

Das waren nun alle Samen – zumindest die erwähnenswerten, denn jeder Gartler kauft hier noch was, schnorrt dort noch was oder tauscht sogar…

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