Essen, was gegessen wird/Garten

Kürbisvergleich Butternut vs. Hokkaido

Ich habe dieses Jahr das erste Mal Kürbisse, die man definitiv essen kann, angesät. Beide Sorten wuchsen prächtig und übernahmen schnell die Herrschaft auf und neben dem Kompost. 

Hokkaido zählt ja zu den beliebtesten Kürbissen, weil er wohl so robust ist. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es da weniger um Geschmack geht, sondern eher darum, welcher die meisten Erträge bringt und auch einige niedrigen Temperaturen problemlos überstehen kann.

Beide Kürbisse wurden in mein Hochbeet mit Dach gesät und mussten die verspäteten/verfrühten (ich habs verdrängt) Eisheiligen überstehen. Der Hokkaido hat zwar etwas Federn lassen, aber 3 von 3 Pflanzen haben es überstanden. Den Butternut musst ich 1 x nahsäen, der ist wohl nicht so robust.  Zum Vergleich: Die Melonengurke ist ganz erfroren.

Als das Wetter besser wurde ging es dann raus auf den Kompost – auf einen Kompost wurden 2 Hokkaido & 2 Butternut, auf den anderen jeweils nur 1 Hokkaido und 1 Butternut gepflanzt.  Sie wuchsen beide recht schön, wobei der Hokkaido als erstes Mehltau bekommen hat. Den konnte ich aber schnell eindämmen und dann lag dem Wachsen und Ernten nichts mehr im Wege.

Der Hokkaido ist viel schneller und wuchtiger gewachsen, immerhin kann man ihn auch schon im August/September ernten, während der Butternut erst im September richtig zu ernten ist.

Interessant ist übrigens, dass sich Blätter, Blüten und Stacheln von einander unterschieden. Beim Hokkaido ist alles etwas stacheliger und eckiger als beim Butternut. Die dunkelgrünen Blätter sind Hokkaido, die helleren Blätter stammen vom Butternut. Auch bei den Blüten lassen sich Unterschiede erkennen  (ich hab vergessen, welche Blüte zu wem gehört ;o))- und die Stacheln beim Hokkaido an den Stengeln sind der absolute Horror.

Was beide übrigens nicht mögen, ist Regen. Mit dem Dauerregen haben viele der Fruchtansätze angefangen zu faulen. Weil der Blütenansatz noch lange an der Frucht war, hat die Frucht es meist nicht so gut überlebt. Die Blüten dann einfach weg, und der Kürbis wächst dann auch eigentlich normal weiter…

Als die Blüten aufgeblüht waren, habe ich keinen Unterschied festestellen können, wobei ich bei den Hokkaido-Blüten mehr Bienen sehen konnte. Lag aber vielleicht auch daran, dass der Hokkaido einfach viel früher dran ist mit allem.

Kürbisvergleich Butternut vs. Hokkaido

Hokkaido groß und gelb – Butternut klein und grün

Im Geschmack unterscheiden sich beide natürlich enorm. Ich habe den ersten Hokkaido als Suppe zubereitet – und es war grauenvoll. Einfach das falsche Rezept. Mittlerweile mach ich normale Kürbissuppe oder reibe etwas einfach in Soßen (wie Karotten …), oder mach Pfannkuchen oder Muffins oder oder oder … ich hatte Anfangs 24 kleine Kürbisse, von denen aber nur ca. 10 Hokkaido wurden und circa 5 Butternut.

Die Form ist klar, der Hokkaido als runder Kürbis hat viele Kerne im Inneren dadurch ist das Fruchtfleisch natürlich weniger, wobei man ihn wohl auch roh essen (ohne Gewähr) und die Schale mitessen kann. Der Butternut ist länglich und hat zwar auch Kerne, aber diese befinden sich im unteren teil. Dadurch ergibt sich auch viel mehr Fruchtfleisch, das man verarbeiten kann oder muss.

Interessant ist übrigens auch, dass der Butternut eine Flüssigkeit ausscheidet, die sich wie eine Schutzschicht über das Kürbisfleisch legt. An meinen Händen sah es getrocknet aus wie Kleber, den man wegrubbeln kann. Diese Schutzschicht schützt ihn – zum einen schimmelt er angeschnitten nicht so einfach, zum anderen trocknet er nicht wirklich aus (außer vielleicht 1 cm unter dieser Schicht, immerhin muss die Flüssigkeit auch woher kommen) und auch Tiere fressen ihn dadurch nicht an, wenn er platzt.

Kürbisvergleich Butternut vs. Hokkaido

 

Er ist wohl weniger geplatzt als einfach „abgerissen“ oder „eingerissen“, aber er schimmelte nicht und hatte auch keine Frassspuren.

Natürlich musste ich ihn noch etwas nachreifen lassen, da er schon etwas arg grün war, aber er schmeckte.

 

 

 

Wer also viel Kürbis mag, wird an den Hokkaido im Garten nicht herum kommen. Der Butternut hatte von Haus aus weniger Früchte, aber dafür haben die Kürbisse selbst einfach mehr Fruchtfleisch.

Kürbisse machen übrigens viel Dreck, denn das ganze Grün will auch aufgeräumt werden. Ich habe alles auf einen Haufen getan und bin mit dem Rasenmäher drüber. Die harten Stengel habe ich dann noch mal mit der Hand kleingeschnitten. So kamen die Reste dann entweder in den Kompost oder in die Gartenerde eingearbeitet als Dünger. Keine Ahnung, ob das ein so gute Idee war, vor allem, wenn da dann wirklich doch noch etwas Mehltau dabei war …

Nächstes Jahr gibt es auf jeden Fall wieder Kürbisse, nur dann nur noch mit 1-2 Pflanzen je Sorte – das reicht auf jeden Fall aus – um auch nur jedes erdenkliche Rezept mit Kürbis kennen zu lernen.

Ach ja, ich hatte vorher immer einen Small Sugar Kürbis, der geschmacklich überhaupt nicht an Hokkaido und Butternut rankommt. Von diesem sind mir auch unzählige aufgegangen – Kerne im Kompost – und einen habe ich wachsen lassen. 3 Kürbisse konnte ich ernten, die sind eine perfekte Deko oder können auch zu Halloween geschnitzt werden.

Kürbisvergleich Butternut vs. Hokkaido

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