Alles für die Katz/Garten

Gartenrundgang Teil 3 – von Blumen und Vögel und Raupen und Fliegen

In einem Garten wächst ja eine Menge, vor allem Sachen, die man nicht gesät hat und nicht haben wollte, aber es dann doch ziemlich toll findet und Sachen, die man auch gesät hat oder gepflanzt und sich als Unkraut entpuppen.

Fangen wir damit an, was man nicht gesät hat – und ich meine nun nicht klassisches Unkraut. Ich habe viele Vögel im Winter gefüttert – Bilder dazu gibts auf VisualisQueen zu sehen. Da ja nicht alles gefuttert wird, geht einiges auch auf.

Da wären unzählige Sonnenblumen, die nicht nur schön ausgesehen haben, sondern auch wieder von den Vögeln gefuttert wurden – also die Samen. Spatzen, Blaumeisen und Stiglitze waren ganz scharf drauf – während ich und meine Katze 2 Meter daneben waren und Fotos machten. Von den Samen gingen auch noch Hafer und Gerste auf, da waren aber die Mäuse schneller als ich, also mit einer Ernte war da nichts. Schlimmer war das Ambroisa, das auch dank des Vogelfutters aufging … ich hoffe nur eins – ausgerissen, in den Müll und gleich mal ne Runde Unkrautvernichter gespritzt.

Der Fuchsschwanz ging auch auf – aber ob der vom Vogelfutter kommt oder von den Vögeln oder Nachbarn … der war eine Wucht – ich schätze genmanipuliert oder der Beweis, dass mein Kräutergarten super Erde hat – für Fuchsschwanz – nicht für den Mais.

Die Maisausbeute war nicht so der Hammer. Von 6 Pflanzen kamen nur 4 und von denen gabs nur 3 Maiskolben. Wann man Mais ernten kann? 1) Wenn die Haare braun sind, 2) wenn Milchsaft rausfliegt, 3) wenn sich die Vögel darüber hermachen – so die Antworten von Google. Nur doof, wenn mir jemand die Haare abfrisst, ich eh nur 3 Maiskolben habe, da verschwende ich nicht 1/3 für einen „Test“ – und die Vögel hatten schon die Sonnenblumen, meinen Mais wollte ich für mich. Ich habe einfach etwas gedrückt und dann stand fest: Passt! War auch echt lecker, und wird nächstes Jahr wieder gesät, aber dieses Mal irgendwo im Blumenbeet, denn auch als hohe Pflanze, macht so ein Mais etwas her.

Schon seit Jahren nicht mehr gesät, habe ich die Ringelblume. Die sät sich selbst aus, und jeder der sie im Garten hat schimpft. Voll das Unkraut!!! Ich habe angefangen die Blüten zu ernten oder rechtzeitig abzuschneiden, hat nur bedingt geholfen. Den einen Teil der Blüten habe ich getrocknet, den anderen Teil in Öl eingelegt für eine gesunde Hautpflege. Das Öl ist super, ich weiß nur nicht, ob es am Rapsöl (oder wars Leinsamenöl?) liegt oder an der Ringelblume.  Einen Teil der Ringelblumen musst eich mehltaubedingt herausreißen, was nicht auffällt, weil trotz kalter Temperaturen daneben einfach eine Million neu gewachsen ist…

Dann wäre da noch der Ananassalbei. Den habe ich nun schon x Jahre und das erste Jahr war er toll. Im zweiten habe ich ihn nicht aus den Topf geholt, da war er kläglich. Dieses Jahr habe ich ihn in den Kräutergarten gepflanzt und als Dank haben Schnittlauch, Rosmarie, Gelbe Monarde und Hortensien zu wenig Licht bekommen. Ein Unkraut, fast hüfthoch gewachsen. Und das Tollste, wenn man einen Zweig von unten abbricht (oder er es von selbst tut), einfach wieder in die Erde pflanzen und kräftig gießen, und schon hat man einen Ableger – Unkraut! Was man mit Ananassalbei macht? Man kann Tee und Sirup machen – ich will ihn aber blühen sehen, was er wohl nicht tun wird, denn bevor es frostet muss ich ernten und ihn ins Haus holen. Trocknen kann man ihn auch nicht wirklich … vielleicht einfrieren und dann die geforenen Blätter für Tee verwenden … ich weiß es nicht.

Einen der Ableger – auf den Bildern – möchte ich im Haus behalten und gucken, ob ich ihn drinnen zum Blühen bekomme.

Fenchel – habe ich satt (im Sinne von viel), und zwar nicht den Knollenfenchel, sondern den, aus den man Tee machen kann. Ich weiß, keiner mag den Tee ich finde ihn super lecker. Und vielleicht schaff ich es sogar mal, einen Sirup daraus zu machen – das schmeckt dann wie Fenchelhonig. Am Fenchel sind immer viele Fliegen und Wespen, wenn er blüht – eine Augenweide, außerdem super toll schön, das Gelbe der Blüten gegen das Blau des Himmels …. aber worauf ich hinaus will – ich habe niemals Raupen vom Schwalbenschwanz an diesem Fenchel. Nur wenn ich Fruchtfenchel im Garten habe, finden sich Raupen. Vor 5-6 Jahren hatte ich mal 20 Raupen an 7 Fenchel (gemischt), da gabs dann auch Kannibalismus. Dieses Jahr hatte ich eine Raupe, mein ganzer stolz.

Eins noch – die Goldrute ist keine Blume, die so wunderbar schön blüht – aber sie ist wohl ein Fliegen- und Insektenmagnet. Eigentlich wollte ich nun schreiben – wenn ihr Fliegen mögt, holt sie euch. Aber der Bund Naturschutz sagt: Nein! Die Kanadische Goldrute ist ein Unkraut und wohl so schwer wieder loszuwerden wie …

Vorsicht! In Deutschland ist die Kanadische Goldrute ein sehr ernst zu nehmendes Problem! Niemand sollte diese Pflanze in ihrer Ausbreitung auf irgend eine Art und Weise unterstützen oder gar in ein Gebiet importieren!

Gartenjahr ist zu Ende … noch nicht ganz, ich konnte nicht anders und hab ein paar Pflanzen gekauft … aber dazu nächstes Mal mehr.

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